Flora und Fauna Menorca

Die Viehwirtschaft spielt auf Menorca eine große Rolle.

Pflanzen und Tiere auf Menorca

Schon die alten Griechen nannten Menorca „Meloussa“ – die Viehreiche. Noch heute prägen an die 20.000 weidenden Rinder das Landschaftsbild der Insel und sind die Basis für die Viehwirtschaft auf Menorca. Der aus Kuhmilch erzeugte Käse „Queso Mahon-Menorca“ genießt sogar internationalen Ruhm. Typisch für Menorca sind die friesischen schwarzbunten Kühe, die ursprünglich von den Briten eingeführt wurden und die rotbraunen Rinder – eine inseleigene Rasse.

Insel der Pferde

Besonders stolz sind die Menorquiner auch auf ihre inseleigene Pferderasse. Die pechschwarzen Tiere gelten als besonders talentierte Reitpferde und stehen bei den zahlreichen Patronatsfesten, Reiterspielen und Jaleos im Mittelpunkt.  Menorca wird zurecht auch „Insel der Pferde“ genannt, da die Tiere und die Zucht auf der Insel einen sehr hohen Stellenwert haben und die menorquinische Reitweise einzigartig ist.

Besondere Eidechsen und giftige Raupen

In den vielen Wäldern, Schluchten, Feuchtgebieten und Bächen auf der Insel findet man Igel, Kaninchen, Marder, eine große Artenvielfalt an Vögeln, Land- und Wasserschildkröten, Schmetterlinge, Kröten und Frösche. Es gibt auf Menorca keine Giftschlangen und Skorpione, dafür eine giftige Raupenart! Der Prozessionsspinner kann Gift versprühen, das bei Menschen allergische Reaktionen auslösen kann.

Eine tierische Besonderheit auf Menorca stellen auch noch die sargantanes (endemische Eidechsen) dar. Diese leben auf den vorgelagerten, unbewohnten Inseln Illa de l`Aire, Illa d`en Colom oder Illa de ses Sargantanes und haben von Insel zu Insel ein unterschiedliches Aussehen.

Meerestiere

Neben typischen Mittelmeerbewohnern wie dem Zackenbarsch, Barrakudas, dem roten Drachenkopf oder Brassen, ist Menorca vor allem für seine Langusten oder besser gesagt, für den köstlichen Eintopf „Caldereta de Llagosta“, der aus den Meerestieren hergestellt wird, bekannt.

Natur pur – das Biosphärenreservat Menorca  

Wilde Natur, spektakuläre Schluchten und Höhlen, einsame Buchten, Steilküsten und ausgedehnte Weiden, nicht umsonst wurde Menorca 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt. Über 1300 verschiedene Pflanzenarten sind auf Menorca erfasst, circa 30 % der Inselfläche ist bewaldet und weite Teile stehen unter Naturschutz.

Besonders das menorquinische Hinterland zeigt sich sehr vielseitig, obwohl es auf der Insel keine größeren Erhebungen gibt.  Der höchste Berg, der Monte Toro ist gerade einmal 357 m hoch.  An der Küste findet man neben den felsigen Abschnitten, die von der typischen Macchia und Socarrells bewachsen sind, zahlreiche Feuchtgebiete, wie z.B. der Naturpark S`Albufera d`es Grau oder die Lagunen von Son Bou.

Kapern, Kiefern und Schluchten 

Entlang der Südküste sieht man die typischen Aleppokiefern, die bis an die Strände wachsen und auch das Hinterland und den Norden von Menorca prägen. Der Inselsüden wird dominiert durch seine Kalksandsteinfläche, die von fast 40 Schluchten durchschnitten wird und ein einzigartiges Landschaftsbild zeichnen und das Inselinnere besticht vor allem durch seinen alten Baumbestand. Olivenbäume säumen die ebenfalls landestypischen Trockensteinmauern und bilden einen schönen Kontrast zu den weiten Weiden.

Wenn die Natur erwacht

Die Natur auf Menorca macht die Insel das ganze Jahr über zu einem attraktiven Reiseziel. Bereits Anfang des Jahres beginnt mit der Mandelblüte ein einzigartiges Farbenspiel in Weiß und Rosa. Der Frühling lässt Menorca in prächtigem Grün erstrahlen und wenn im Sommer die Mohnblumen, Kamille und Margariten blühen, verwandelt sich die Baleareninsel in ein farbenprächtiges Blütenmeer.

 

 

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